Schon seit Napoleons Zeiten,

aber nicht von gestern.

Unsere Chronik

Entstanden aus mittelalterlichen Gilden versichert der LFV seit 1815 den Hausrat seiner Mitglieder. Anfangs nur gegen Brand, später aber auch gegen Einbruch- und Fahrraddiebstahl, Glasbruch, Wasser-, Elementar- und Induktionsschäden.

Am 10. Juli 1815 gründeten “Zöglinge” des Kieler Seminars auf der Basis von leider verloren gegangenen “Urgesetzen” die “Lehrer-Brandgilde”, die später auch “Schullehrer-Gilde”, “Lehrer-Brandverein” und dann bis heute “Lehrer-Feuerversicherungsverein” genannt wurde.

Im Jahre 1817 zählte der Verein 52 Mitglieder nachdem sich auch die Berufsgruppe der Prediger dem Lehrer-Feuerversicherungsvereins anschloss. War der Verein zunächst auf das Herzogtum Holstein beschränkt, so konnten seit 1817 auch Lehrer aus dem Herzogtum Schleswig Mitglied werden.

1823 strebte der Verein erstmals seine amtliche Anerkennung an, die zunächst abgelehnt wurde und erst 18 Jahre später mit überarbeiteten Statuten am 7. Februar 1841 durch das “Königliche Amtshaus” in Bordesholm gelang. Der Verein hatte 1827 bereits ca. 700 Mitglieder.

1897 gab es einen tiefen Einschnitt in der Vereinsgeschichte verbunden mit dem Austritt von 776 Hamburger Kollegen aus dem allgemeinen Verband und der Bildung eines eigenen Vereins, der “Hamburger Lehrerfeuerkasse”. Begründet wurde der Austritt mit den stetig steigenden Jahresausgaben, die ausschließlich durch Schäden außerhalb Hamburgs veranlasst würden.

1901 bestand der Verein aus mittlerweile 16 Distrikten: Kiel-Land, Kiel-Stadt, Neumünster, Oldenburg, Fehmarn, Plön, Elbe, Altona, Hamburg, Lauenburg, Rendsburg, Dithmarschen, Schleswig, Husum, Tondern und Flensburg. Die derzeitige Mitgliederzahl wurde mit 5.282 und die Versicherungssumme von 19.860.900 Mark überliefert, wobei die außerpreußischen Mitglieder mit 439 (VS 1.991.700 Mark) angegeben werden mussten.

1902 wurde zusätzlich der Distrikt Lübeck als 17. gegründet.

1904 wurden neue Satzungen genehmigt. Von besonderer Bedeutung war dabei die Einführung der Versicherung gegen Einbruchdiebstahl. Die Abteilungen Feuer und Einbruchdiebstahl wurden anschließend jahrzehntelang getrennt geführt. Der Geschäftssitz war damals die Stadt Neumühlen. Das kaiserliche Aufsichtsamt erteilte gleichzeitig die Anerkennung als “kleiner Verein”.

Seit 1910 werden Risiken aus Krieg und Erdbeben nicht übernommen, Sonderrisiken bei Kunstgegenständen oder Sammlungen wurden näher festgelegt und dem Vorstand blieben Entscheidungen über besonders gefährliche Objekte wie Autos oder Motorräder vorbehalten.

1914 betrug die Mitgliederzahl in Schleswig-Holstein 7.695 mit einer Versicherungssumme von 34.430.600 Mark. Der 1. Weltkrieg brachte natürlich einen tiefen Einschnitt in das Vereinsleben. So wurden sogar die geplanten Feiern zum 100-jährigen Jubiläum und die Jahresversammlungen 1915 und 1916 abgesagt. Die Diebstähle stiegen in dieser Zeit sprunghaft an: von ehemals 50 Schäden 1914/15 auf 162 1918/19 und auf schließlich 214 1919/20. Das Vermögen, das vor dem Krieg in der Sparte Einbruch auf stattliche 28.000 Mark angewachsen war, wurde mit 20.000 Mark als Kriegsanleihe angelegt. Den endgültigen Abstieg brachte dann die Inflation bis hin zum wirtschaftlichen Bankrott. In der Abteilung Einbruch wurden 1923 330 Billionen, in der Abteilung Feuer 1061 Billionen Mark ausgezahlt, und doch konnten die Geschädigten mit diesen Summen kaum etwas von dem Schaden ersetzen.

Man schloss sich der Landesbrandkasse als Rückversicherer an, und mit anderen Lehrerbrandkassen wurde eine Ausgleichskasse gegründet. Nach Kriegsende gingen die Schäden wieder auf ein Normalmaß zurück, und ab 1935 konnten die Rücklagen für beide Abteilungen gemeinsam genutzt werden. 1939 folgte das Jahr mit den geringsten Schäden: Einbruch mit 12 Schäden für insgesamt 862 Reichsmark und Feuer mit 54 Schäden für 3019 Reichsmark; und das bei 7020 Mitgliedern und 66.166.000 Reichsmark Versicherungssumme. Ein sogenanntes Freijahr ohne Beiträge folgte.

Über die wohl schwersten Jahrzehnte für den Verein von ungefähr 1940 – 1946 liegen nur wenige schriftliche Aufzeichnungen vor; denn am 4.Januar 1944 wurden durch einen von einem Luftangriff verursachten Brand die Geschäftsräume des Vereins in Kiel im Knooper Weg getroffen, bei dem alle Vereinsunterlagen Opfer der Flammen wurden. Der folgende Wiederaufbau war mühevoll und langwierig.

Der Versicherungsumfang, die Versicherungssumme, die Betreuung der Mitglieder in der Geschäftsabwicklung sind in den nun folgenden Jahrzehnten ständig erweitert und der Entwicklung angepasst worden. Im Jahr 2000 hatte der Verein eine Mitgliederzahl von 8.980 und eine Versicherungssumme von 1.264.766.000 DM.

1994 führte der Verein eine Sonderglasversicherung nach AGlB ein, die inzwischen von fast einem Drittel der Mitglieder zusätzlich abgeschlossen worden ist. Der Verein wird weiterhin auf allen Ebenen als Selbsthilfeeinrichtung auf Gegenseitigkeit ehrenamtlich verwaltet. Grundsätzlich ist also die Organisationsstruktur des Vereines seit 1815 erhalten geblieben.

Im September 1999 wurde die neue Geschäftsstelle in der Helsinkistraße in Kiel bezogen. Damit konnte erstmals eine moderne Büroeinrichtung mit EDV genutzt werden.

2000 bis heute

Mit der Umstellung auf den Euro zum 1. Januar 2002 werden gleichzeitig die Versicherungsbedingungen aktualisiert und die “Allgemeinen Bedingungen für die Neuwertversicherung des Hausrats gegen Feuer, Einbruchdiebstahl-, Beraubungs-, Leitungswasser, Sturm- und Glasbruchschäden (VHB Kiel 2002)” eingeführt. Die VHB Kiel 2002 bringt für die Versicherungsnehmer eine Reihe von wesentlichen Verbesserungen.
Seit 2008 setzt sich der Vorstand zusammen aus Peter Klingmann, Dr. Klaus Kube, Achim Reichelt und Willi Vollstedt. Ehrenvorsitzender ist Heinz Perlbach. Ab 2008 tritt das neue Versicherungsvertragsgesetz mit europaweiter Vereinheitlichung in Kraft. Außerdem werden neue Versicherungsbedingungen
(VHB Kiel 2008) sowie eine neue Satzung eingeführt.

Ab 2009 wird die Elementarschadenversicherung für eine Zuzahlung von jährlich 15 € mit im Leistungsumfang aufgenommen.

Die Zahl der E-Bikes nimmt zu. Deshalb kann die Erstattung beim Fahrraddiebstahl
(1 % der Versicherungssumme) ab 2014 um 2 Stufen erhöht werden.
Eine Erhöhung um zusätzlich 1.000 € kostet 25 €, um zusätzlich 2.000 € dann 50 €.

Mit der Umstellung auf den Euro zum 1. Januar 2002 werden gleichzeitig die Versicherungsbedingungen aktualisiert und die “Allgemeinen Bedingungen für die Neuwertversicherung des Hausrats gegen Feuer, Einbruchdiebstahl-, Beraubungs-, Leitungswasser, Sturm- und Glasbruchschäden (VHB Kiel 2002)” eingeführt. Die VHB Kiel 2002 bringt für die Versicherungsnehmer eine Reihe von wesentlichen Verbesserungen.
Seit 2008 setzt sich der Vorstand zusammen aus Peter Klingmann, Dr. Klaus Kube, Achim Reichelt und Willi Vollstedt. Ehrenvorsitzender ist Heinz Perlbach. Ab 2008 tritt das neue Versicherungsvertragsgesetz mit europaweiter Vereinheitlichung in Kraft. Außerdem werden neue Versicherungsbedingungen
(VHB Kiel 2008) sowie eine neue Satzung eingeführt.

Ab 2009 wird die Elementarschadenversicherung für eine Zuzahlung von jährlich 15 € mit im Leistungsumfang aufgenommen.

Die Zahl der E-Bikes nimmt zu. Deshalb kann die Erstattung beim Fahrraddiebstahl
(1 % der Versicherungssumme) ab 2014 um 2 Stufen erhöht werden.
Eine Erhöhung um zusätzlich 1.000 € kostet 25 €, um zusätzlich 2.000 € dann 50 €.